Mehr Bewegung in die Schule - Anregungen für eine Bewegte Schulkultur

 

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Bewegte Schule aktuell

10.02.2010

Ein Literaturempfehlung für 'Bewegte Konzentrationsförderung im Unterricht'

Vor wenigen Tagen erhielt ich eine eMail mit einer Literaturempfehlung:

Sehr geehrter Herr Klupsch-Sahlmann,

wenn ich richtig geschaut habe, hätte ich noch einen Vorschlag, für die Literatursammlung. Ich beschäftige mich, im Rahmen meiner Staatsarbeit, mit dem Thema Aufmerksamkeit im Unterricht im Bezug auf Bewegungspausen und Entspannungsgeschichten. Daher möchte ich für die Literaturliste Witting/Dörken "Bewegte Konzentrationsförderung" vorschlagen. 

Mit freundlichen Grüßen

Ina Ferchland, Studentin Lehramt GYM mit den Fächern Sozialwissenschaften und Pädagogik

Gerne komme ich dieser Empfehlung nach. Aus 'sportfachbuch.de' habe ich folgende weitere Informationen entnommen:

Kinder mit Konzentrationsproblemen haben nicht nur in der Schule große Schwierigkeiten, dem Unterricht zu folgen, sondern sind auch in ihrem Spiel- und Freizeitverhalten beeinträchtigt. Die Folgen sind meist Frustration und mangelndes Selbstbewusstsein. Das neu entwickelte Konzept der "Bewegten Konzentrationsförderung" schafft hier einen wirkungsvollen präventiven und therapeutischen Lösungsansatz. Durch den Wechsel von Bewegung und kognitiven Leistungen lernen Kinder, sich spielerisch zu konzentrieren und ihre Aufmerksamkeit bewusst zu steuern. Die Autorinnen stellen in diesem Buch 100 ihrer in der Praxis erfolgreich eingesetzten Spiele und Übungen zur Konzentrationsförderung vor und differenzieren dabei nach den verschiedenen Wahrnehmungen und Verhaltensformen. Das Buch richtet sich an Lehrer, Erzieher, Therapeuten und Übungsleiter und ist zudem allen Eltern zu empfehlen, deren Kinder Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren.

Antje Witting ist Diplom-Sportlehrerin mit der Zusatzqualifikation Psychomotorik und Sportförderunterricht und ist u.a. als Referentin beim Landessportbund Nordrhein-Westfalen tätig. Yvonne Dörken ist Diplom Heilpädagogin mit der Zusatzqualifikation Psychomotorik und gibt an der Universität Köln Weiterbildungen zum Thema "ADHS bei Kindern". Beide Autorinnen arbeiten außerdem im Kölner Therapiezentrum für Kinder und Jugendliche mit Teilleistungsstörungen und sind als Referentinnen an der Deutschen Sporthochschule Köln sowie im Frühförderzentrum tätig.

04.05.2009

Ein neues Beispiel für den Baustein 'themenerschließendes Bewegen im Unterricht'

Bei meinen Überlegungen zur Bewegten Schule habe ich den Baustein 'themenbezogenes Bewegen im Unterricht' überarbeitet und spreche nun vom 'themenerschließendem Bewegen'. Dies erläutere ich ausführlich hier auf meiner Homepage, zu finden im 'Haus der Bewegten Schule' unter dem entsprechenden Baustein. Ein Kollege von mir, Hauptseminarleiter an einem Seminar für das Lehramt an der Grundschule hat mir von seiner Hauptseminarsitzung zum Thema 'Übergänge' (Kindergarten - Schule / Grundschule - weiterführende Schule) berichtet. Seine Gedanken stelle ich im Zusammenhang mit meinen Ausführungen zum themenerschließenden Bewegen vor, bitte klicken sie hier. Es lohnt sich, dort nachzulesen, weil dieses Beispiel nicht nur mit Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärtern, sondern auch mit den Kindern in der Grundschule durchgeführt werden kann und ein exzellentes Beispiel für mein Verständnis von 'themenerschließendem Bewegen' in der Schule ist.

Schauen Sie doch einfach einmal auf dieser Seite nach.

03.05.2009

Bewegung am Krefelder Vera Beckers Berufskolleg

" 'Die Arme sind ganz locker, die Schultern entspannt und lose, wir gehen langsam in die Knie ...' Lehrer Hans-Jörg Ballhausen macht die fließenden Qigong-Bewegungen vor, seine Schülerinnen ahmen sie nach. Die Stühle und Tische sind an die Seite gerückt im alten Klassenraum des Vera Beckers Berufskollegs, es hersrscht eine entspannte Atmosphäre. ...

 

Unter der Internetadresse http://www.forum-schule.de/fs23/gesundheit/ finden interessierte Leserinnen und Leser im Internet einen Bericht aus der Zeitschrift 'forum schule. - Magazin für Lehrerinnen und Lehrer mit der Überschrift: Auch die Lehrer turnen mit.

Ich hoffe natürlich, dass auch die Lehrerinnen mitturnen!

Der Beitrag informiert über das bewegungsfreundliche und gesundheitsorientierte Profil dieses Berufskollegs und macht Mut, es vielleicht auch einmal am eigenen Berufskolleg zu versuchen.

10.02.2009

Bewegter Religionsunterricht

Der Bewegte Religionsunterricht eröffnet für unterschiedlichste Schularten und Jahrgangsstufen ein Begegnungsfeld für Schülerinnen und Schüler, mit religiösen Themen und Fragen umzugehen, sie in leiblichen Handlungsvollzügen zu untersuchen, verschiedene räumliche und geistige Perspektiven zu gewinnen, zu deuten und zu werten und sich eigener Standpunktmöglichkeiten gewahr zu werden.

Dabei wird von einem erweiterten Erkenntnisbegriff ausgegangen: Erkenntnis ist mehr, als was in Sprache gefasst werden kann. 'Erkennen' ist eine veränderte Sicht- und Erlebnisweise durch eine Reorganisation der Achtsamkeit.

Ein Lernverbund von Motorik, Sensorik, Emotion und Kognition im Religionsunterricht ermöglicht den Lernenden eine religiöse Symbolbildung in sprachlichen wie nichtsprachlichen Denkprozessen.


Elisabeth Buck arbeitet an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg am Lehrstuhl für Musikpädagogik und -didaktik (Feldkirchenstr. 21, 96052 Bamberg) und betreut die hier angesprochene Internetseite, die für alle Religionspädagoginnen und Religionspädagogen von Bedeutung sein sollte und ein interessantes Konzept für einen bewegungsbezogenen Unterricht vorstellt.

Die Webseite zum Bewegten Religionsunterricht finden Sie hier.

Bei Wikepedia finden Sie ebenfalls Informationen.

09.02.2009

Reiner Hildebrandt-Stramann: Lernen mit Leib und Seele

Es kommt nicht von ungefähr, dass ich an dieser Stelle unter 'aktuell' schon wieder eine Literaturempfehlung für meinen Kollegen Reiner Hildebrandt-Stramann gebe. In der neuen Ausgabe der Zeitschrift 'Sportunterricht' hat er den Beitrag 'Lernen mit Leib und Seele veröffentlicht, der im Klappentext wie folgt vorgestellt wird:

"Der Beitrag geht von der anthropologischen Einsicht aus, das Leibliches und Geistiges beim Lernen nicht nur eine Einheit bilden, sondern beim Lernen auch die gleiche Wertigkeit besitzen. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse der PISA-Studie gewinnen Erkenntnisse, die eine Förderung der Lernleistungen durch ganzheitliche Ansätze des Lehrens und Lernens im Schulalltag nahe legen, an Bedeutung. Beispiele für solche ganzheitlichen Ansätze sind Konzepte des Bewegten Lernens. In diesem Beitrag werden Konzepte des Lernens mit und durch Bewegung beschrieben. Dabei wird darauf hingewiesen, dass die empirischen Befunde nur einen schwachen Zusammenhang zwischen Bewegung und Lernleistung belegen. Gleichwohl gibt es für die Verbindung von Lernen und Bewegung verschiedene theoretische Begründungen, von denen lerntheoretische, leibanthropologische und neurophysiologische Begründungen dargelegt werden" (Sportunterricht 58 (2009) 1, 31).

Wer sich für die Grundlagen der Theorie einer Bewegten Schule interessiert, ist dieser Beitrag als unverzichtbare Basisliteratur zu empfehlen:

Hildebrandt-Stramann, Reiner: Lernen mit Leib und Seele, in: Sportunterricht 58 (2009) 1, 31

04.02.2009

Bewegte Schule - Schule bewegt gestalten

Mein Kollege Reiner Hildebrandt-Stramann hat ein neues Buch zur Bewegten Schule herausgegeben, das ich uneingeschränkt empfehlen kann. Jeder, der sich mit den grundlegenden Fragen der 'Bewegten Schule' auseinandersetzen möchte, findet hier den richtigen Artikel.

Im I. Kapitel führt der Herausgeber selbst in das Thema 'Bewegte Schulkultur - Konzeptentwicklung'. In den folgenden Kapiteln stellen ausgewählte Fachleute weitere Grundlagen zur Bewegten Schule vor:

Historische Vorläufer einer  Bewegten Schule

Zur Gestaltung eines bewegten Schullebens

Zur Gestaltung eines bewegten Unterrichts

Organisation und Gestaltung bewegter Räume

Forschungsergebnisse zur bewegten Schulkultur

Das genaue Inhaltsverzeichnis finden Sie, wenn Sie den folgenden Link öffnen und dann die pdf-Datei klicken. Ich verspreche Ihnen: Alle Ihre Fragen werden von den Autorinnen und Autoren dieses Buches beantwortet. Allerdings nur dann, wenn Sie Interesse an einer qualitativen Ausgestaltung von Bewegter Schulkultur haben und nicht vordergründig nach Beschäftigungsgelegenheiten für Schülerinnen und Schüler suchen, damit diese später sich besser konzentrieren können.

Unter dem Link finden Sie auch die genauen bibliographischen Angaben.

05.01.2009

Landesauszeichnung Bewegungsfreudiger Schulen in Nordrhein-Westfalen 2008

Bewegung ist längst nicht mehr nur allein eine Aufgabe des Sportunterrichts, sondern findet mehr und mehr Einzug in den Unterricht der anderen Fächer. Die Zusammenhänge von Bewegung und Lernen bekommen eine immer größer werdende Bedeutung im Schulalltag. „Es ist das Ziel, die Freude am Lernen, Unterrichten, Spielen, Diskutieren und Planen zu erhöhen. Auf der anderen Seite kann man durch Bewegung Frust abbauen und gemeinsam neuen Elan gewinnen“, betonte Schulministerin Barbara Sommer.

Das Land Nordrhein-Westfalen zeichnet nach 2004 und 2006 in diesem Jahr zum dritten Mal Schulen aus, die sich ein besonders bewegungsfreudiges Profil geben. Mehr als 300 Schulen hatten sich um die Auszeichnung beworben. Eine Expertenjury hat 19 Hauptpreisträger ausgewählt, die neben dem Gütesiegel „Bewegungsfreudige Schule NRW 2008“ einen Geldpreis in Höhe von 1.500 Euro erhalten. Weitere 28 Schulen werden mit 500 Euro ausgezeichnet. Sechs Schulen, die sich trotz besonders schwieriger Bedingungen auf den Weg zu einer Bewegungsfreudigen Schule begeben haben, erhalten einen Sonderpreis.

Auf folgender Internetseite finden interessierte Lehrerinnen und Lehrer Informationen. Die Namen der 53 Schulen, die sich um die Landesauszeichnung beworben haben und ausgezeichnet wurden, sind aufgeführt. Jede Schule für sich ist schon einmal eine bewegungsfreudige Schule. Schade, dass die Internetadressen der einzelnen Schulen nicht aufgeführt sind, denn dann wäre es leichter, sich über die einzelnen Schulen zu informieren.

Aber wahrscheinlich hilft die Suchmaschine Google weiter. Einfach den Namen der Schule und den Ort eingeben. Vielleicht werden Sie fündig. Es lohnt sich wahrscheinlich in den meisten Fällen.

Auch ich werde recherchieren und die Links der Schulen unter der Schaltfläche 'Bewegte Schulen' aufführen.

15.12.2008

Bewegungsfreudige Schulen in Niedersachsen

„Bewegte Schule“ hat die Aufgabe, ganzheitliches Lernen zu fördern, Schulleben zu gestalten und Schulentwicklung zu unterstützen.

Schule bewegen heißt unserem Verständnis nach, Schule zu verändern durch eine kind-, lehrer- und lerngerechte Rhythmisierung des Unterrichts, durch bewegtes Lernen, durch bewegte Pausen, durch bewegte Organisationsstrukturen, durch bewegtes Denken und durch Öffnung von Schule. Dazu gehört auch die Erschließung von neuen Lernformen im Kontext der neuen Medien. Bewegtes Lernen setzt innere Bewegung voraus, dabei kann die Serviceleistung neuer Medien helfen.

Auf folgender Internetseite finden interessierte Lehrerinnen und Lehrer und Eltern Informationen und praktische Anregungen zur Arbeit in einer Bewegungsfreudigen Schule.

Symposion 'Lernen und Bewegung' im Landesinstitut für Schule in Soest

Am 18. und 19. November 2003 veranstaltete das Landesinstitut für Schule im Auftrag des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder des Landes Nordrhein-Westfalen und des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport mit Unterstützung des Gemeindeunfallversicherungsverbandes Westfalen-Lippe und des Landesportbundes NRW ein überregionales Symposion zum gegenwärtig viel diskutierten Zusammenhang von Lernen und Bewegung.

Haben die Diskussion den Zusammenhang von Lernen und Bewegung geklärt? Sind die Begründungen für diesen Zusammenhang deutlich geworden? Ich meine nein. Deutlich geworden ist vielmehr, dass es noch enormer Anstrengungen bedarf, um die vermuteten Zusammenhänge auf einer gesicherten empirischen Basis nachweisen zu können. Gerade in der Situation des Zweifels ist es lohnenswert, die Fachbeiträge und Diskussionen nachzulesen. Deswegen empfehle ich die Dokumentation dieser Tagung, die Interessierte bei der unten aufgeführten Internetseite nachlesen können.

näheres finden Sie unter: http://www.schulsport-nrw.de

vgl. Sie in diesem Zusammenhang auch die 'aktuelle Information' auf dieser Seite zum Themenheft der Zeitschrift forum schule!

Beweismangel für Bewegungsmangel

Beiträge zum Thema «Bewegungsmangel im Kindesalter» haben in den letzten Jahren Konjunktur - vor allem in den Medien, aber auch in der so genannten wissenschaftlichen Literatur'. Darunter befinden sich nicht nur Bekenntnisbeiträge (vgl. Schmidt 1998; Zimmer 1993), sondern auch solche, die die Frage empirisch beantworten wollen. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich allerdings auch dort, dass die Beweise für den behaupteten Bewegungsmangel dürftig sind und dass sie oft die notwendige Sorgfalt im wissenschaftlichen Arbeiten vermissen lassen.

Um dieses zu belegen, geht Jürgen Kretschmer in zwei Schritten vor.

In einem ersten Teil berichtet er über Studien zur motorischen Leistungsfähigkeit. Dabei stellt er auch die aktuellen Ergebnisse seiner Untersuchungen von Grundschülern in Hamburg vor.

In einem Tei geht er auf die Interpretationen der Studien ein und prüft sie auf ihre immanente Stimmigkeit hin. Und schließlich: Welche Rolle spielen Interessen bei der empirischen Erforschung? Wie geht man um mit Ergebnissen, deren Folgen man nicht einschätzen kann oder nicht verantworten will?

Dieser Beitrag in zwei Folgen ist unverzichtbar für alle, die sich differenziert mit dem vorgeblichen Problem des Bewegungsmangels in der veränderten Kindheit auseinandersetzen wollen. Für die Diskussion um die Bewegte Schule ist dieser Beitrag unverzichtbar.

Kretscher, Jürgen: Beweismangel für Bewegungsmangel - Teil 1: Ergebnisse, in: Sportpädagogik 27 (2003) 5, 64 - 67 - Teil 2: Deutungen und Reaktionen, in: Sportpädagogik 27 (2003) 6, 42 - 45 

Lernen und Bewegung - Themenheft forum schule.

"Bewegung ist nicht nur Sache des Sportunterrichts. Neu ist das nicht: "Übe unablässig den Leib, mache ihn kräftig und gesund, um ihn weise und vernünftig zu machen", war schon bei Rousseau 1778 zu lesen. Immer häufiger berichten Schulen, die Bewegung als zentrale Elemente im Schulleben und auch im Unterricht berücksichtigen, von größeren individuellen Lernerfolgen, von abnehmenden Aufmerksamkeitsstörungen, einer besseren Lern- und Arbeitsatmosphäre und sogar von geringerer Gewaltbereitschaft."

Mit diesen Worten leitet das Redaktionsteam von forum-schule das Themenheft 'Lernen braucht Bewegung' ein. Etwas lästerlich möchte ich allerdings anmerken, dass sich der Kollege Rousseau im Grabe herumdrehen würde, wenn er seine Aussage in einem Zusammenhang mit hirngerechtem Lernen wiederfinden würde.

Die einseitige Ausrichtung des Heftes auf hirnphysiologische Vorgänge verstellt etwas den Blick auf das, was aus meiner Sicht wichtig und auch in verschiedenen Untersuchungen nachgewiesen worden ist: Die Zufriedenheit von Schülerinnen und Schülern - und dazu trägt das Konzept einer Bewegten Schule  bei - ist bedeutend für das Lernen in der Schule. Dennoch sollten sich Pädagogen den in diesem Heft aufgeworfenen Fragen nähern und sich mit ihnen auseinandersetzen. Inwieweit die Motorik wirklich eine unverzichtbare Bedeutung für das Verarbeiten, Speichern und Erinnern hat, konnte auch auf dem diesem Heft folgenden Symposion nicht geklärt werden. Vielmehr blieben viele Fragen offen und ungeklärt.

Ich empfehle die Lektüre dieses Heftes trotzdem, weil dieses Heft ein Themenfeld anstößt, mit dem sich Lehrkräfte aller Schulformen in Zukunft verstärkt auseinandersetzen müssen.

forum schule. Magazin für Lehrerinnen und Lehrer: Themenheft 2 (2003): Lernen braucht Bewegung, herausgeben vom Landesinstitut für Schule in Soest, vom Gemeindeunfallversicherungsverband Westfalen-Lippe (GUVV Westfalen-Lippe) und vom Rheinischen Gemeindeunfallversicherungsverband (Rheinischer GUVV)

näheres finden Sie unter: http://www.forum-schule.de

Folgende eMail traf vor kurzem bei mir ein. Ich gestehe, dass sie mich richtig gefreut hat. Deswegen erlaube ich mir, sie hier zu veröffentlichen:

Lieber Herr Klupsch-Sahlmann,

in einem ICE nach Heidelberg erfuhr ich von ihrer Idee. Eine Schulreformerin aus Berlin beschrieb mir ihren Ansatz. Nun habe ich das in meinem Unterricht ausprobiert und bin beeindruckt. Ihre Idee ist so einfach, so logisch. Sie erinnert mich an das "Ei des Kolumbus". 

Auch ich denke im Gehen. Mir sind als Lehrer Situationen bekannt, in denen ich im Gehen gelehrt habe. In meinem Unterricht in einer Klasse mit hochbegabten Schülern ist diese Idee mit viel Skepsis aufgenommen worden. Doch es geht mit jedem Mal besser. Am letzten Samstag haben sie in einem nahegelegenen Park allein oder zu zweit gehend ihre Aufgabe bearbeitet. Wir haben eigene Grundlagen für bewegtes Lernen erstellt. Dann haben wir die "neue Methode" ausprobiert und unsere Vorgaben und Bedingungen verfeinert. Meine Schüler haben viele Lernstörungen, ja Behinderungen. Manche sind Ritalinpatienten. Interessant war für mich die Bemerkung einer Schülerin: Der entscheidende Grund, warum das Projekt nicht erfolgreich verlaufen ist, war ihre Angst vor den freilaufenden Hunden im Park... Sonst war es klasse...

Auch in Klausuren schicke ich Schüler, die nach 25 Minuten die Arbeit abgeben, zu einem kurzen Spaziergang hinaus. Selbst hier habe ich Erfolge zu vermelden. Der Schüler arbeitete danach wieder konzentriert. Dabei verbesserte sich beispielsweise die Leistung (in einer Arbeit) von einer mangelhaften auf eine knapp befriedigende Zensur. Ich hatte nach dem ersten Abgeben einen kleinen Strich hinter das Ende seiner bisherigen Arbeit gemacht. So konnte ich die Verbesserungen direkt ablesen.

Ich habe noch nicht alle Seiten ihrer sehr interessanten Ausführungen durchgelesen. Es sind immer wieder einfache und schöne Entdeckungen, die ich mache.

Ich wünsche Ihnen noch viel Erfolg bei Ihrer Arbeit

Ihr Christian Werner 

Zufriedener durch 'Bewegte Schule'. Auswirkungen auf Kinder im 4. Grundschuljahr

Dirk Gröbert, Wilhelm Kleine und Carola Podlich zeigen in ihrer Untersuchung auf, wie sich das Konzept einer Bewegten Schule auf die Zufriedenheit der Kinder auswirkt. Die Untersuchungsergebnisse werden unter den Gesichtspunkten

Meine Schule und Soziale Einheit Klasse

Gesundheitsempfinden und Meine Schule

Gesundheitsempfinden und Soziale Einheit Klasse

Gesundheitsempfinden und Schulzufriedenheit

Freizeit

Leistung

aufgearbeitet und die Daten interpretiert. Interessierte können die Untersuchung mit ihren ersten Ergebnissen in der Zeitschrift 'Sportpädagogik' nachlesen:

Gröbert, Dirk / Kleine, Wilhelm / Podlich, Carola: Zufriedener durch 'Bewegte Schule', in: Sportpädagogik 26 (2002) 3, 38-42 

Die "Bewegte Schule" auf dem Weg in die Praxis. Theoretische und empirische Analysen einer pädagogischen Innovation (Hg.: Thiel, Ansgar / Teubert, Heike / Kleindiesnt-Cachey, Christa)

Hiermit stelle ich Ihnen das aktuelle Buch zur Theorie und Praxis der Bewegten Schule vor. Zur Ihrer weiteren Information hier der Klappentext des Buches:

Kaum eine pädagogische Innovation erhält derzeit so viel Aufmerksamkeit wie die "Bewegte Schule". Trotz der intensiven Diskussion in der Fachliteratur und in der schulischen Praxis gibt es bislang kaum systematische Untersuchungen, die sich der Thematik sowohl theoretisch als auch empirisch nähern.

Diese Lücke schließt das vorliegende Buch. Dabei werden folgende Fragen beantwortet:

 

- Was soll eine "Bewegte Schule" leisten? (Dabei bringt eine Systematisierung der in der Literatur vorzufindenden Begründungen Ordnung in den Dschungel der Argumente für eine "Bewegte Schule".)

- Aus welchen Elementen besteht überhaupt eine "Bewegte Schule"? (Hier werden Strukturmerkmale kategorisiert, die laut Literatur eine "Bewegte Schule" auszeichnen.)

- Wie wird die "Bewegte Schule" in der Praxis umgesetzt? (Antworten auf diese Frage gibt eine empirische Untersuchung an 52 Grundschulen in Ostwestfalen. Die Ergebnisse zeigen zunächst, dass es in der Praxis die unterschiedlichsten Wege gibt, das Konzept der "Bewegten Schule" umzusetzen, je nach gegebenen Rahmenbedingungen. Weiterhin wird deutlich, dass der Erfolg der Umsetzung bislang in hohem Maße vom Engagement einzelner Personen abhängt. Schließlich zeigen die Ergebnisse, dass bei der Lehrerschaft entwicklungsund lerntheoretische Argumentationen dominieren, d. h. Lehrerinnen und Lehrer halten die "Bewegte Schule" für besonders geeignet, um Vorraussetzungen für optimales Lernen in der Schule zu schaffen.

Bewegte Schule - Anspruch und Wirklichkeit. Grundlagen, Untersuchungen, Empfehlungen (Hg.: Regensburger Projektgruppe)

So lautet die neue Veröffentlichung zur Bewegten Schule vom Hoffmann-Verlag in Schorndorf, die mir im November zugeschickt worden ist. Mein erster Eindruck: Ein gelungener Beitrag zur Bewegten Schule, in dem ein breites Spektrum von Fragestellungen der Bewegten Schule gründlich aufgearbeitet und diskutiert werden.

Als einer der Autoren, der in diesem Buch mit seinem Ansatz kritisch gewürdigt wird, habe ich natürlich die Ausführungen zu dem von mir vertretenen pädagogischen Ansatz besonders aufmerksam und kritisch gelesen. Es sei mir erlaubt, an dieser Stelle eine kleine Antwort auf die kritischen Anmerkungen zu geben.

  Um die Antwort zu lesen, klicken Sie bitte hier!

Zur Ihrer weiteren Information hier der Klappentext des Buches:

Wie lässt sich mehr Bewegung in die Schule und die Schule in Bewegung bringen? Diese und andere Fragen der Schulentwicklung haben in der Sportpädagogik sowie in der Erziehungswissenschaft und auch im Schulalltag an Bedeutung gewonnen. Die Bewegte Schule ist eine Antwort darauf; mit ihr wird Bewegung zum Prinzip schulischen Lernens und Lebens.

Der vorliegende Band bilanziert die vielschichtige Diskussion um bewegte Schulen. Dabei sind Theorie und Praxis aufeinander bezogen: Ansprüche an eine bewegte Schule werden analysiert und 'der' untersuchten Schulwirklichkeit gegenübergestellt. Auf diese Weise gelingt es, Differenzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit genauer zu bestimmen und angemessen zu handhaben.

Der Band liefert fachliche Grundlagen und aktuelle Untersuchungsergebnisse, gibt aber auch konkrete Empfehlungen auf dem Weg zu einer bewegten Schule.

Schulkultur in Bewegung,

so lautet der Titel des Thementeils über die Bewegte Schule, den Reiner Hildebrandt-Stramann im Heft 10 der Zeitschrift Grundschule bei Westermann zusammengestellt hat. Die Beiträge in diesem Thementeil vermitteln vielfältige Einblicke in unterschiedliche Facetten einer bewegten Schulkultur. Im Einzelnen finden die Leserin und der Leser folgende Beiträge:

Hildebrandt-Stramann, Reiner: Grundschule in Bewegung - Bewegung in der Grundschule / Klupsch-Sahlmann, Rüdiger: Themenerschließendes Bewegen / Manfred Polzin: Welträume - Weltträume / Brinkmann, Ulrich: Die Hände entdecken und erleben / Laging, Ralf: Das unbekannte erforschen und beherrschen / Miedzinski, Klaus: 'Freies Spielen' auf der Bewegungsbaustelle / Beckmann, Heike + Beckmann, Claus: Die rollende Pause / Feldhaus, Clemens: Eigentlich muss ja jeder selbst über sich bestimmen .../ Worobcuk, Peter: Die bewegte Schule aus der Sicht eines Schulleiters

Das Heft enthält ebenfalls Rezensionen über wichtige Veröffentlichungen zur Bewegten Schule. Reiner Hildebrandt-Stramann berichtet über 'Mehr Bewegung in der Grundschule' von Rüdiger Klupsch-Sahlmann. Christine Kröger und Jens Schmidt haben das Buch 'Bewegte Grundschule' von Christina Müller gelesen

Schulen in Bewegung,

so lautet der Titel des aktuellen Heftes der Zeitschrift sportpädagogik  aus dem Friedrich-Verlag in Seelze zum Thema 'Bewegte Schulen'. Rüdiger Klupsch-Sahlmann und Ralf Laging stellen die aktuelle Diskussion und verschiedene Ansätze einer Bewegten Schule vor. Im Sinne einer Bewegten Schulkultur plädieren sie für ein Konzept, dass die aktive und andauernde Mitbeteiligung aller für das Schulprogramm und Schulleben einer Schule Verantwortlichen für 'Mehr Bewegung in die Schule' einfordert. Nur so wird Bewegtes Leben und Lernen für Schüler und Schülerinnen als andauernd und verläßlich erfahrbaren.

Die Beiträge dieses Heft können Sie sich hier mit dem Get Acrobat Reader ansehen.

Darüber hinaus finden Sie viele Rezensionen über die einschlägigen Veröffentlichungen zur Bewegten Schule, eine konkrete Hilfe bei der Sichtung der einschlägigen Literatur:

Pühse / Illi: Bewegung und Sport im Lebensraum Schule / Klupsch-Sahlmann: Mehr Bewegung in der Grundschule / Müller: Bewegte Grundschule / Laging / Schillack: Die Schule kommt in Bewegung / Hildebrandt-Stramann: Bewegte Schulkultur / Knauf / Politzky: Die bewegte Grundschule

Posterbeilage der Zeitschrift sportpädagogik

Dieses Bild ist eins von acht, die sich auf dem neuen Poster der Zeitschrift 'Sportpädagogik' befinden. Acht Bilder, die dazu anregen, dass Kinder und Schülerinnen über ihre Schulhofspiele reden, neue Spiele zu erfinden und Regeln dafür festzulegen. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass die Kinder von ihrem Schulhof sagen können:

Auf diesem Schulhof wird gespielt!

Die Vorderseite des Posters zeigt vier Spielszenen aus dem Grundschulalltag, die Rückseite vier Spiel- und Bewegungsszenen aus der Sekundarstufe I. Ein kleiner Begleittext gibt Anregungen für den Einsatz des Posters im Sport- und Bewegungsunterricht. Aber auch im normalen Klassenraum geben die Bilder Anregungen zum Spielen und Bewegen in der Pause, vor und nach dem Unterricht.

Bestellen können Sie das Poster beim Friedrich-Verlag in Seelze: Heft 6 /2000 sportpädagogik: Schüler im Unterricht.

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