Eine
Schule, die eine <Bewegte Schule> sein will, nimmt die unterschiedlichen
Bewegungsbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen auch dadurch wahr, daß sie
über die hier geschilderten Formen hinaus außerunterrichtliche Angebote macht,
die auf das Bewegungsinteresse der Kinder und Jugendlichen bezogen sind.
Dazu
gehört sicherlich, den Pausenhof und andere Freiflächen im Schulgelände auch
außerhalb des Unterrichts den Kindern und Jugendlichen zum Spielen, zum Bewegen
und zum Sportreiben zur Verfügung zu stellen.
Lehrkräfte
an einer bewegungsfreundlichen Schule werden sich im Rahmen ihres Schulprogramms
auch über die Gestaltung dieser Bewegungsräume Gedanken machen und versuchen,
sie zusammen mit den Kindern und Jugendlichen zu gestalten.
Darüber
hinaus bieten sich aber weitere Möglichkeiten für außerunterrichtliche
Bewegungsangebote. Im Rahmen von (Pflicht oder freiwilligen)
Arbeitsgemeinschaften können sportartspezifische Angebote gemacht werden. Auch
aktuelle Entwicklungen sollten in die außerunterrichtliche Bewegungskultur
aufgenommen und in Arbeitsgemeinschaften thematisiert werden, zum Beispiel
Roller-Skating, Streetball und auch Angebote zur Entspannung und Meditation.
Und
nicht zuletzt bieten sich gerade bei Schulwanderungen, Schulfahrten und
Schullandheimaufenthalten vielfältige Chancen, <bewegtes Lernen> zu
initiieren.
Rüdiger
Klupsch-Sahlmann: Bewegte Schule, in Sportpädagogik 19 (1995), 14-22
