Die
Geschichte vom Zappel-Philipp (Heinrich Hoffmann)
"Ob
der Philipp heute still
wohl
bei Tische sitzen will?"
Also
sprach in ernstem Ton
der
Papa zu seinem Sohn,
und
die Mutter blickte stumm
auf
dem ganzen Tisch herum.
Doch
der Philipp hörte nicht,
was
zu ihm der Vater spricht.
Er
gaukelt
und
schaukelt,
er
trappelt
und
zappelt
auf
dem Stuhle hin und her.
"Philipp,
das mißfällt mir sehr!"
Seht,
ihr lieben Kinder, seht,
wie's
dem Philipp weiter geht!
Oben
steht es auf dem Bild.
Seht!
er schaukelt gar zu wild,
bis
der Stuhl nach hinten fällt.
Da
ist nichts mehr, was ihn hält.
Nach
dem Tischtuch greift er, schreit.
Doch
was hilft's? Zu gleicher Zeit
fallen
Teller, Flasch und Brot.
Vater
ist in großer Not,
und
die Mutter blicket stumm
auf
dem ganzen Tisch herum.
Nun
ist Philipp ganz versteckt,
und
der Tisch ist abgedeckt.
Was
der Vater essen wollt,
unten
auf der Erde rollt.
Suppe,
Brot und alle Bissen,
alles
ist herabgerissen.
Suppenschussel
ist entzwei,
und
die Eltern stehn dabei.
Beid
sind gar zornig sehr,
haben
nichts zu essen mehr.
Quelle: Heinrich Hoffmann: Der Struwelpeter. oder: Lustige
Geschichten und drollige Bilder für Kinder von 3 bis 6 Jahren. Frankfurter
Originalausgabe, Loewe Verlag GmbH, Nachdruck ohne Jahr, 18-20
