Bewegungsfreudige
Gestaltung des Schulhofs als Spiel- und Bewegungsraum
(ein
Baustein im Schulprogramm der Grundschule
Beckeradstraße in Gelsenkirchen-Buer)
Grundlegende Anmerkungen zum Vorhaben
Der Schulhof der Grundschule Beckeradstraße
besteht aus einer versiegelten Fläche. Vorhandene Grünflächen sind eingezäunt und
dürfen aufgrund der Vorgaben der für die Stadt Gelsenkirchen zuständigen
‚Grünverwaltung’ GELSENGRÜN aufgrund der Gefahr von Verdichtung des Bodens
nicht betreten werden. Initiativen des Kollegiums, diese Räume für die Kinder
zu öffnen, mussten nach entsprechendem Einspruch teilweise wieder zurückgenommen
werden. Bäume, die in diesen nun wieder verschlossenen Räumen Klettermöglichkeiten
eröffneten und auch von den Kindern genutzt wurden, wurden gefällt.
Kinder benötigen aber naturnahe Spiel- und
Bewegungsräume, um in spielerischer Auseinandersetzung der Natur begegnen zu können
und den verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur zu lernen. Neben den Möglichkeiten,
auch vernetzte Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schaffen und diese
Kindern auch zugänglich zu machen, besteht aufgrund der gegebenen Bedingungen
unser vorrangiges Ziel darin, den Kindern unserer Schule neben neuen attraktiven
Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten auch die direkte Erfahrung mit einer wenn
auch gestalteten natürlichen Umgebung zu ermöglichen.
Eine solche Absicht hat aber nicht nur
allein aus der Perspektive von Erziehungszielen der Grundschule eine besondere
Bedeutung, sondern legitimiert sich auch durch das Ziel, Kindern in verstädterten
Lebensräumen möglichst umfassende Chancen für eine ganzheitliche Entwicklung
einräumen zu können. Unsere Schule wird von deutlich mehr als 400 Kindern aus
einem großstädtischen Einzugsgebiet besucht. Unseren Kindern stehen in ihrem häuslichen
Umfeld nur sehr gering Naturräume zum Spielen und Bewegen zur Verfügung.
Aufgrund dieses mehr bewegungsfeindlich strukturierten Umfeldes sind die
motorischen, aber auch kognitiven und psycho-sozialen Entwicklungsbedingungen
unserer Kinder erheblich beeinträchtigt. sie können sich nicht in gleichem Maße
ganzheitlich entwickeln, wie dies Kindern in bewegungsfreundlicheren
Lebensumwelten möglich wäre.
Im Rahmen der Schulprogrammarbeit an unserer
Schule haben die Kolleginnen und Kollegen sich deshalb auch schwerpunktmäßig
zum Ziel gesetzt, mit der schrittweisen Umgestaltung des Schulhofes zu einem
naturnahen Spiel- und Bewegungsraum den Kindern mehr Naturerfahrungen zu ermöglichen,
ihnen ein Mehr an bewegungsfreundlich gestaltetet Umgebung zur Verfügung zu
stellen und somit ihrem Entwicklungsstand entsprechende Spielräume anzubieten.
Nur so ist es möglich, unserer Verpflichtung nachzukommen, die Kinder unserer
Schule ganzheitlich zu fördern, ihnen etwas mehr Lebensqualität zu verschaffen
und ihnen Chancen für eine veränderte, sinnvollere Freizeitbeschäftigung zu
eröffnen.
Zur Umsetzung unseres Vorhabens waren folgende
Schritte geplant:
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Grundlegende Einigung innerhalb des Kollegiums über
das Vorhaben und seiner beschriebenen pädagogischen Prämissen |
In verschiedenen Dienstbesprechungen
wurden die pädagogischen Implikationen des Vorhabens diskutiert und erste
Vorstellungen bezüglich einer Umsetzung entwickelt. Bei der Entwicklung dieser
Vorstellungen und der pädagogischen Bedeutung für unsere Kinder setzte sich
das Kollegium mit der grundlegenden Konzeption der ‚Forschungsstelle für
Spielraumgestaltung’ (Konferenz am 26. August 1999) und deren
Partizipations-Modell auseinander und traf einen erstes Votum für ein solches
Vorgehen.
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Einbeziehung der Eltern durch umfassende
Information auf Klassenpflegschaftssitzungen, Schulpflegschaftssitzungen und
Sitzungen der Schulkonferenz |
In den
Klassenpflegschaftssitzungen, in der Schulpflegschaft und in den
Schulkonferenzen wurden mit den Eltern grundlegende Einigung darüber erzielt,
ein solches großes Vorhaben konkret anzugehen. Das Vorhabens soll in Anlehnung
an das von der Forschungsstelle für Spielraumgestaltung vorgeschlagenen
Konzeptes realisiert werden.
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Planungssitzung mit der ‚Forschungsstelle
für Spielraumgestaltung’ in Hohenahr-Altenkirchen, geleitet vom Leiter
der Forschungsstelle, Roland Seeger und seiner Frau Christina unter
Beteiligung von Eltern, städtischen Ansprechpartnerinnen und -partnern zur
Entwicklung eines grundlegenden Konzepts |
Auf einer ganztägigen Konferenz am
4 Mai 2000 wurden Vorstellungen von der Umgestaltung des Schulhofes in eine
gemeinsame Planungsrunde eingebracht. Es entstand ein Grundkonzept zur
Umgestaltung des Schulhofes, dass von der Forschungsstelle als Vorentwurf
ausgearbeitet werden sollte.
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Vorlage eines stimmigen Konzeptes zur
naturnahen Umgestaltung des Schulhofes zu einen naturnahen Spiel- und
Bewegungsraum |
Im Mai legte die Forschungsstelle für
Spielraumgestaltung ihren Vorentwurf einschließlich der Projektbeschreibung
vor. Dieser Entwurf ist in seinen einzelnen Teilen am Ende dieser Seite
aufgeführt und so verlinkt, dass die interessierte Leserin / der interessierte
Leser sich detailliert über die einzelnen Planungsvorhaben informieren kann.
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Grundlegende Beschlussfassung in der
Schulkonferenz |
Die Schulkonferenz beschloss am
18. Oktober 2000,
in grundlegender Anlehnung an die von der Forschungsstelle vorgelegte Konzeption
die Umgestaltung zu realisieren. Dieser Beschluss schloss dabei nicht aus, auf
aktuelle Entwicklungen reagieren zu können und die Hinweise und Empfehlungen
beteiligter Institutionen angemessen einzubringen.

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Abstimmung des Konzeptes nach Fertigstellung mit den
zuständigen Verantwortlichen der Stadtverwaltung (Schulverwaltungsamt,
Feuerwehr, Arbeits- und Sicherheitsdienst, Gelsengrün) |
Zur
Konkretisierung des Vorhabens der Umgestaltung des Schulhofes
In einer ausführlichen Sitzung
wurden die Planungsvorgaben der Forschungsstelle mit Vertreterinnen und
Vertretern der zuständigen Fachämter bei der Stadt Gelsenkirchen diskutiert.
Aufgrund dieser Arbeitsergebnisse ist nun die Voraussetzung geschaffen worden,
die Umgestaltung des Schulhofes in einzelnen Bauvorhaben über mehrere Jahre
hinweg durchzuführen. Eine Reihenfolge dafür ist festzulegen. Nach Beendigung
einer geplanten Umgestaltungsmaßnahme ist das realisierte Vorhaben zu
evaluieren, damit weitere Arbeitsvorhaben Arbeitsmaßnahme müssen die zuständigen
Gremien den Fortgang diskutieren, um eine Beschlussvorlage für die
Schulkonferenz herzustellen.
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Baumaßnahme 1 – neuer Parkplatz für
Lehrerinnen und Lehrer |
An einem Samstag vor den Sommerferien
stellten die Lehrkräfte der Schule, nach Vorarbeiten von Gelsengrün und unter
unentgeltlich zur Verfügung gestellter Arbeitsgeräte und Arbeitskraft der Fa.
Straßenbau Sobottka, einen weiteren Lehrerparkplatz her. Teilweise halfen
Eltern mit. Es wurden 7 Stellplätze für die Kraftfahrzeuge der Lehrerinnen und
Lehrer geschaffen. Die Pflasterung erfolgte mit Rasengittersteinen. Diese Maßnahme
wurde erforderlich, damit der ehemalige Parkplatz der Lehrkräfte als zusätzlicher
Spiel- und Bewegungsraum den Kindern zur Verfügung gestellt werden konnte. Hier
sind nun auch die Voraussetzungen geschaffen worden, eine Baumaßnahme durchzuführen.
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Baumaßnahme 2 – Streetball-Anlage auf dem
Schulhof |
Zum Abschluss der Sommerferien wurde die
Streetball-Anlage auf dem Schulhof installiert. Dabei wurden die Vorgaben der
Gesamtplanung der Forschungsstelle schon berücksichtigt. Diese
Streetball-Anlage wurde durch Fördermittel des Landes und mit Eigenmitteln der
Schule finanziert. Eine genaue Feldmarkierung sowie eine gestalterische
Abgrenzung gegenüber den anderen Schulhofbereichen wird noch erfolgen.
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Baumaßnahme 3 – Entsiegelung des kleinen
Schulhofes, Installation einer großen Schaukelgelegenheit
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Diese Baumaßnahme soll im Jahr 2001
durchgeführt werden.
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Baumaßnahme 4 – Tischtennisplatte |
Diese Baumaßnahme soll im Jahr 2001 / 2002
durchgeführt werden.
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Baumaßnahme 5 – Versammlungsort - Arena
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Diese Baumaßnahme soll im Jahr 2002 / 2003
durchgeführt werden.
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Weitere Baumaßnahmen |
Danach stehen folgende Maßnahmen zur Umsetzung nach
entsprechenden Beschlüssen an:
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Streetballfeld
markieren und gegen andere Bereiche abgrenzen
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Das
Ballspielfeld
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Grünes
Klassenzimmer
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Der Vorbereich
beim Schulgebäude II
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Baumhaus
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Der Balancier-
und Kletterparcours um das Schulgebäude I
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Der
Wasserspielbereich im Süden beim Schulgebäude I
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Mülleimerbox
/ Wertstoffinsel
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Biotopverbund
„Arche Noah“ und Schulgarten
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Holm-Breit-Rutsche
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Das „Grüne
Klassenzimmer“ unten bei der Turnhalle
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Zuwegung zur
Turnhalle im Südwesten
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Der Bereich
vor dem Schulgebäude II
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Das
Regenwasserentwässerungssystem / Die Zuwegung vom Parkplatz
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Zur
weiterführenden Information
Weitere Informationen zu dem geplanten Vorhaben der
Umgestaltung des Schulhofes in einen naturnahen Spiel- und Bewegungsraum finden
Sie bei folgenden Planungsbereichen:
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Grundlegende,
einführende Anmerkungen zur Planungskonzeption eines ‚naturnahes
Schulpausenhofkonzept’
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Gewünschte pädagogische
Zielsetzung als Umgang mit naturnahen Spielbereichen (Kinderpartizipation
in der GS) mit Materialien für den Unterricht
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Zentraler
Schulpausenhofbereich - Grundlegendes
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Das naturnahe
Freiraumkonzept (Planungsideen)
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Das
Ballspielfeld |
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Das
grüne Klassenzimmer |
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Der
Vorbereich beim Schulgebäude II |
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Der
Tischtennisbereich |
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Das
Streetballfeld |
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Das
Baumhaus |
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Die
Hängemattenschaukel |
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Der
Balancier- und Kletterparcours um das Schulgebäude I |
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Der
Wasserspielbereich im Süden beim Schulgebäude I |
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Die
Mülleimerbox auf der Wertstoffinsel |
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Biotopverbund
'Arche Noah' und Schulgarten |
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Holm-Breit-Rutsche |
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Das
grüne Klassenzimmer unten bei der Turnhalle |
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Zuwegung
zur Turnhalle im Westen |
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Der
Bereich vor dem Schulgebäude II |
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Das
Regenentwässerungssystem / Die Zuwegung vom Parkplatz |
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Lokale
Agenda 21 |
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Weitere
Details - Schlussbemerkungen zur Objektbeschreibung |
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Nachgedanken |

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